Reisebericht der Gesundheits-/Bildungsreise Zinnowitz 2025

Die Reise des Aphasie Landesverbandes Berlin nach Zinnowitz auf Usedom vom 17. bis 21. Oktober 2025 bot den Teilnehmern eine einzigartige Gelegenheit zur Erholung, zum Austausch und zur Weiterbildung. Die Wahl des Hotels Casa Familia war dabei nicht nur eine Entscheidung für Komfort, sondern auch für eine inspirierende Atmosphäre, die den Austausch unter den Teilnehmenden fördern sollte. Diese Gesundheitsreise wurde sowohl von der Krankenkasse BKK als auch von der Donnersmarck-Stiftung gefördert, wobei die Donnersmarck-Stiftung zudem die Reiseleitung übernahm.


Der erste Tag der Reise begann mit der individuellen Anreise, die es den Teilnehmern ermöglichte, in ihrem eigenen Tempo zu reisen und sich auf die bevorstehenden Tage einzustellen. Die Ankunft im Hotel und der Bezug der Zimmer schufen eine angenehme und entspannte Stimmung. Ein gemeinsamer Spaziergang ans Meer und auf der Strandpromenade war eine ideale Möglichkeit, um den Alltag hinter sich zu lassen und die frische Seeluft zu genießen. Das Abendessen im Hotel rundete den ersten Tag ab und bot Raum für erste Gespräche und das Knüpfen neuer Kontakte.

Der Samstag war geprägt von Aktivitäten, die sowohl Bildung als auch Kreativität ansprachen. Nach einem stärkenden Frühstück erwartete die Teilnehmer eine Stadtführung durch Zinnowitz, die interessante Einblicke in die Geschichte und Kultur der Region bot. Anschließend konnten sie zwischen zwei Workshops wählen: dem Herstellen zweifarbiger Knusperpralinen oder dem Bernsteinschleifen. Beide Angebote förderten nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern auch den Austausch untereinander.

Am Sonntag führte die Reise mit der Usedomer Bäderbahn nach Heringsdorf, wo die Teilnehmer den beeindruckenden Baumkronenpfad besuchten. Der Stadtbummel in Heringsdorf ermöglichte es den Teilnehmern, die Schönheit des Ortes zu erkunden und sich über lokale Gegebenheiten auszutauschen. Wie an den vorherigen Tagen sorgte das Abendessen im Hotel für eine gesellige Atmosphäre.

Der Montag stand ganz im Zeichen der Weiterbildung.

Dr. Nina Unger hielt einen Vortrag, der aktuelle Studien im Bereich der Aphasie beleuchtete.

Der Vortrag umfasste verschiedene Schwerpunkte, darunter einen Überblick über "Patient and Public Involvement" (PPI), die Schulung von Aphasie-Trainern, Ergebnisse früherer Tagungen sowie eine Studie zu den Wünschen und Zielen von Personen mit Aphasie. Zudem wurden geplante Studien (siehe weiter unten: Studie DC_TRAIN_APHASIA) und Schlussfolgerungen daraus präsentiert. Die Studie DC_TRAIN_APHASIA untersucht die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS). Hierbei wird zwischen aktiver tDCS und einer Scheinstimulation (sham-tDCS) unterschieden. Die Studie untersucht die Auswirkungen intensiver Sprachtherapie in Kombination mit aktiver tDCS auf die Kommunikationsfähigkeit von Betroffenen. Die primäre Hypothese besagt, dass diese Kombination signifikant bessere Ergebnisse erzielt als Sprachtherapie mit Placebo-tDCS, gemessen mit dem Amsterdam-Nijmegen Everyday Language Test (ANELT) sechs Monate nach Therapieende.


Die Lesung von Mariam Kurth und Henning Schimke aus ihrem Buch "Und alle Laternen gingen an" ergänzte das Programm mit literarischen Impulsen und regte zur Reflexion an.
Ein Spaziergang nach Trassenheide bot die Möglichkeit, den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Am letzten Tag, Dienstag konnten die Teilnehmer nach ihren individuellen Vorlieben Aktivitäten wählen, die den Abschied von Usedom versüßten. Ob in der Bernsteintherme oder bei einem letzten Strandspaziergang oder das Museum im Bahnhof Zinnowitz. Das war sehr interessant und umfasste die Geschichte des Urlaubsortes von seinen Anfängen über die DDR-Zeit bis hin zum Verlauf nach der Wende bis heute.

Der Tag bot Raum für persönliche Erlebnisse und die Möglichkeit, die neu gewonnenen Bekanntschaften zu vertiefen.

Insgesamt förderte die Reise des Aphasie Landesverbandes nicht nur die Bildung und den Austausch über wichtige Themen, sondern auch das persönliche Wohlbefinden und die Gemeinschaft unter den Teilnehmern. Die Kombination aus Erholung, Bildung und sozialen Interaktionen machte diese Reise zu einem bereichernden Erlebnis, das lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Förderung durch die BKK sowie die Unterstützung der Donnersmarck-Stiftung, die ebenfalls zur Finanzierung der Reise beitrug, die kompetente Reiseleitung von Frau Christine Busch und der Stiftung trugen maßgeblich dazu bei, dass dieses Vorhaben ein voller Erfolg wurde.

Margaret Voigt

i.A. des Vorstandes